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Halt! Leichte Sprache
Was ist Leichte Sprache?
Leichte Sprache hilft dabei, etwas zu verstehen.
Leichte Sprache macht es für alle leichter.
Menschen mit Lernschwierigkeiten wünschen sich, Leichte Sprache, damit sie etwas leichter verstehen.
Menschen mit Lernschwierigkeiten möchten nicht "geistig behindert" genannt werden. Sie sind Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten. Eine Fähigkeit ist etwas, was man gut kann.
Wir wollen das, was das Zentrum für Selbstbestimmtes Leben Behinderter e.V. macht, in leichter Sprache erklären.
Wer sind wir?
Das Zentrum für Selbstbestimmtes Leben Behinderter e.V. ist ein Verein. Ein Verein ist eine Gruppe, die beim Gericht angemeldet ist. Das erkennt man daran, dass hinter dem Namen e.V. steht. Das heißt eingetragener Verein.
Bei der Gruppe machen Menschen mit, die eine gleiche Sache gut finden.
Was ist uns wichtig?
Es ist uns wichtig,
dass in unserem Verein nur behinderte Menschen entscheiden können. Das bedeutet zum Beispiel dass in unserem Vorstand nur behinderte Menschen sind. Der Vorstand wird gewählt und er ist wie der Chef des Vereins. Er entscheidet zum Beispiel für was Geld ausgegeben wird. Hier können Sie sich anschauen, wer gerade bei uns im Vorstand ist.
Es ist uns wichtig,
dass wir behinderten Menschen dabei helfen, selbstbestimmt zu leben. Selbstbestimmt leben bedeutet, selbst zu entscheiden, wie man leben möchte. Es bedeutet, selbst zu entscheiden, ob man im Heim oder in einer eigenen Wohnung leben möchte. Es bedeutet selbst zu entscheiden, mit wem man leben möchte, zum Beispiel mit seinen Eltern, seinen Freunden oder alleine.
Es ist uns wichtig,
dass wir allen behinderten Menschen helfen, egal was für eine Behinderung sie haben. Es können zum Beispiel Menschen sein, die im Rollstuhl sitzen, es können Menschen sein, die nicht gut sehen oder hören können und es können Menschen sein, die Lernschwierigkeiten haben.
Es ist uns wichtig,
dass wir behinderten Menschen bei allen Dingen helfen, die mit ihrer Behinderung zu tun haben. Das kann zum Beispiel sein: In der Arbeit, in der Familie, beim Wohnen und in der Freizeit.
Es ist uns wichtig,
dass bei uns behinderte Menschen arbeiten. Sie können anderen behinderten Menschen am besten helfen. Sie können die Fragen und Probleme besser verstehen.
Wer macht bei unserem Verein mit?
Bei uns können nur Menschen mit Behinderung mitmachen. Das bedeutet, dass nur Menschen mit Behinderung mitbestimmen dürfen. Mitbestimmen bedeutet:
- man hat das Recht etwas mit zu entscheiden
- man darf Vorschläge machen und mit abstimmen
Nichtbehinderte Menschen dürfen bei uns Mitglied werden, aber sie dürfen nicht mitbestimmen.
Wenn man bei uns Mitglied ist, bekommt man die Zeitung "ZSL-Info". In dieser Zeitung stehen Dinge, die für behinderte Menschen wichtig sind. Es gibt in der Zeitung Auskünfte über die Rechte von behinderten Menschen und es gibt Auskünfte über den Verein. Hier können Sie sich die Zeitung "ZSL-Info" anschauen. Leider haben wir in unserer Zeitung noch keinen Teil in leichter Sprache. Aber wir bemühen uns darum.
Wir laden die Mitglieder 1 Mal im Jahr zu unserer Mitgliederversammlung ein. Dort entscheiden die Mitglieder über Dinge im Verein. Es gibt für die Mitglieder jedes Jahr ein Sommerfest und eine Weihnachtsfeier.
Wenn Sie als Mitglied Hilfe brauchen oder Fragen haben, dann können Sie uns anrufen oder uns einen Brief oder eine e-mail schreiben.
Hier unsere Adresse:
Zentrum für Selbstbestimmtes Leben Behinderter e.V.
Beratungsstelle
Luitpoldstr. 42
91052 Erlangen
Telefon: 09131-205022
e-mail: beratungsstelle@zsl-erlangen.de
Man muss aber nicht Mitglied sein, um Hilfe von uns zu bekommen. Wir helfen jedem behinderten Menschen.
Was machen wir?
Unser Verein hat behinderte und nichtbehinderte Mitarbeiter.
Es gibt zwei Bereiche, wo man in unserem Verein arbeiten kann. Ein Bereich heißt Beratungsstelle. Der andere Bereich heißt Assistenzorganisation. Wir erklären jetzt genauer, was die Mitarbeiter in den beiden Bereichen machen.
Die Beratungsstelle
Was ist eine Beratungsstelle?
Zu einer Beratungsstelle geht man, wenn man Auskünfte möchte, wenn man Fragen hat, wenn man Hilfe bei einem Problem braucht oder wenn man nicht mehr weiter weiß. Die Menschen, die einem helfen, nennt man Berater oder Beraterin.
Was macht unsere Beratungsstelle?
In unserer Beratungsstelle bekommt man Auskünfte und Hilfe zu allen Dingen, die mit einer Behinderung zu tun haben.
Das kann zum Beispiel sein:
- Wie kann ich mehr Dinge in meinem Leben selbst entscheiden?
- Wie kann ich in einer eigenen Wohnung leben?
- Wie bekomme ich die Hilfe, die ich brauche?
- Wer bezahlt das Geld für die Hilfe?
- Wer kann mir die Hilfe geben, die ich brauche?
- Was kann ich in meiner Freizeit machen?
- Ich brauche Hilfe bei Ämtern.
- Ich habe Probleme in der Arbeit.
- Ich habe Probleme mit meiner Familie oder mit Freunden.
- Ich habe Problme mit meinem Betreuer.
Bei uns dürfen nur behinderte Menschen Berater sein. Sie können anderen behinderten Menschen am besten helfen. Sie können die Fragen und Probleme besser verstehen.
Wenn Sie Hilfe von uns möchten, können Sie uns gerne anrufen. Dann können wir zum Beispiel ausmachen, wann Sie zu uns kommen können. Sie können uns aber auch einen Brief oder eine e-mail schreiben. Wir melden uns dann bei Ihnen.
Unsere Adresse ist:
Zentrum für Selbstbestimmtes Leben Behinderter e.V.
Beratungsstelle
Luitpoldstr. 42
91052 Erlangen
Telefon: 09131-205022
e-mail: beratungsstelle@zsl-erlangen.de
Was macht die Beratungsstelle sonst noch?
Die Mitarbeiter kümmern sich auch darum, dass es die behinderten Menschen in ihrem Leben leichter haben.
Wir kämpfen dafür,
- dass es weniger Stufen und Treppen gibt und Rollstuhlfahrer leichter in Häuser und Geschäfte fahren können.
- dass andere Menschen, mehr über leichte Sprache erfahren.
- dass behinderte und nichtbehinderte Menschen miteinander leben können.
- dass behinderte und nichtbehinderte Menschen gemeinsam die gleiche Schule besuchen können.
- dass behinderte Menschen nicht benachteiligt werden. Das bedeutet, dass sie nicht schlechter behandelt werden als andere Personen
- dass darauf geachtet wird, welche Bedürfnisse behinderte Menschen haben. Das bedeutet, dass behinderte Menschen, das bekommen, was sie brauchen.
- dass behinderte Menschen über ihr Leben selbst entscheiden können.
- dass man weiß, was wir machen. Wir besuchen zum Beispiel Schulen, Wohnheime und Werkstätten. Dort erzählen wir etwas über unsere Arbeit.
Die Assistenzorganisation
Die Assistenzorganisation ist eine Einrichtung. Sie ist für behinderte Menschen da, die im Alltag Hilfe brauchen. Alltag sind alle normalen Tage, an denen nichts besonderes ist.
Die Hilfe, die ein behinderter Mensch braucht, kann ganz verschieden sein:
- Es kann Hilfe bei Duschen und Waschen sein.
- Es kann Hilfe beim An- und Ausziehen sein.
- Es kann Hilfe beim Einkaufen und Kochen sein.
- Es kann Hilfe beim Putzen und Wäsche waschen sein.
- Es kann Hilfe in der Freizeit sein, wenn man einen Ausflug machen möchte oder wenn man sich mit Freunden treffen möchte.
- Es kann Hilfe beim Lesen, beim Computer oder beim Schreiben von Briefen sein.
Man entscheidet selbst, wie man die Hilfe braucht.
Man kann das machen, was man gerne machen möchte.
Man kann sich aussuchen, wer einem hilft, ob es zum Beispiel ein Mann oder eine Frau ist. Die Menschen, die einem helfen, nennt man Assistent oder Assistentin. Man sagt seinen Assistenten, wie sie einem helfen sollen.
Wenn man genau die Hilfe bekommt, die man braucht, ist es zum Beispiel möglich, dass man in einer eigenen Wohnung leben kann.
Was macht die Assistenzorganisation?
Die Assistenzorganisation hilft dabei, zu entscheiden, wo man Hilfe braucht.
Die Assistenzorganisation hilft dabei, Geld von Ämtern zu bekommen. Mit diesem Geld werden die Assistenten bezahlt.
Die Assistenzorganisation hilft dabei, den richtigen Assistenten oder die richtige Assistentin zu finden.
Die Assistenzorganisation hilft dabei zu entscheiden, wann der Assistent oder die Assistentin kommen soll.
Die Assistenzorganisation hilft, wenn man Probleme mit seinen Assistenten hat.
Was passiert, wenn man persönliche Assistenz haben möchte?
Zuerst muss man mit den Mitarbeitern der Assistenzorganisation über verschiedene Dinge reden.
Man muss darüber sprechen, was persönliche Assistenz ist und welche Hilfe man braucht.
Man muss entscheiden, ob persönliche Assistenz das Richtige ist, für die Hilfe, die man braucht.
Die Assistenzorganisation muss sich entscheiden, ob sie die Hilfe die man braucht, geben kann.
Man muss klären, welches Amt das Geld für die Assistenten zahlt. Dafür muss man einen Antrag bei einem oder mehreren Ämtern stellen. Man bittet in einem Brief darum, dass das Amt das Geld für die Assistenten zahlt. Es kommt immer wieder vor, dass das Amt weniger Geld oder gar kein Geld zahlen möchte. Dann hilft einem die Assistenzorganisation dabei, mit dem Amt darüber zu reden. Manchmal ist dann das Amt bereit, das Geld zu zahlen und manchmal nicht.
Dann müssen der richtige Assistent oder die richtige Assistentin gefunden werden.
Dann muss ein Dienstplan festgelegt werden. Das bedeutet, dass man gemeinsam entscheidet, wann der Assistent oder die Assistentin kommt und einem hilft.
Man sieht, dass es nicht so einfach ist, persönliche Assistenz zu bekommen. Aber die behinderten Menschen, die Assistenten haben, sind froh, dass sie es geschafft haben.
Wenn man mehr über Persönliche Assistenz wissen möchte, dann kann man bei der Assistenzorganisation anrufen. Man kann auch einen Brief oder eine e-mail schreiben.
Die Adresse ist:
Zentrum für Selbstbestimmtes Leben Behinderter e.V.
Assistenzorganisation
Luitpoldstr. 44
91052 Erlangen
Telefon: 09131-8104690
e-mail: info@zsl-erlangen.de
ACCESS
ACCESS ist ein Integrationsfachdienst. Ein Integrationsfachdienst hilft behinderten Menschen, einen Arbeitsplatz zu finden.
Er ist am Anfang ein Teil des Zentrums für Selbstbestimmtes Leben Behinderter gewesen.
Jetzt ist ACCESS eine eigene gGmbH. Das bedeutet, dass es jetzt ein eigener Betrieb ist, der keine Gewinne machen darf und keine Steuern bezahlen muss.
Bei ACCESS arbeiten behinderte und nichtbehinderte Menschen zusammen.
ACCESS möchte behinderten Menschen helfen, selbst zu entscheiden, wie sie leben möchten. Dazu gehört es auch, einen Arbeitsplatz zu haben.
ACCESS hilft behinderten Menschen dort zu arbeiten, wo auch nichtbehinderte Menschen arbeiten. Zum Beispiel im Büro, mit dem Computer oder in der Küche.
ACCESS hilft behinderten Menschen, dass sie nicht in einer Werkstatt arbeiten müssen.
ACCESS hilft dabei, dass behinderte Menschen ein Praktikum in einem Betrieb machen können. Sie können die Arbeit kennen lernen und ausprobieren, ob ihnen die Arbeit Spaß macht.
ACCESS versucht, Betriebe zu finden, die gerne behinderte Menschen einstellen möchten.
Wenn Sie noch mehr über ACCESS wissen möchten, dann können Sie gerne anrufen. Sie können aber auch einen Brief oder eine e-mail schreiben.
Die Adresse ist:
ACCESS Integrationsfachdienst gGmbH
Michael-Vogel-Str. 1c
91052 Erlangen
Telefon: 09131-897444
e-mail: arbeit@access-ifd.de
Selbsthilfegruppen im ZSL
Das ZSL e.V. unterstützt folgende Selbsthilfegruppen logistisch. Die Selbsthilfegruppen sind jedoch eigenständig und nicht Teil des Vereins. Sie treffen sich in den Räumen der Beratungsstelle, Luitpoldstr. 42.
Selbsthilfegruppe "Hilfe zum Leben - eine Initiative behinderter Menschen"
Wer sind wir?
Eine Gruppe von Menschen mit Behinderung
Wann treffen wir uns?
Jeden Freitag um 16 Uhr, entweder in den Räumen der Beratungsstelle, Luitpoldstr. 42 oder im großen Saal im Dreycedern, Altstädter Kirchenplatz 6, Erlangen
Was machen wir?
Wir treffen uns zum Kaffeeklatsch, Theater spielen, Tanzen, Singen mit Gitarrenbegleitung und vieles mehr jeden Dienstag zum Baden
im Sommer: 16:00 im Röthelheimbad
im Winter: 16:00 im Hallenbad Frankenhof
Unsere Wünsche
Mitglieder der Gruppe haben aufgeschrieben, was sie für ihr Leben brauchen. Das Ergebnis können Sie hier nachlesen.
Wer Interesse hat, meldet sich bei:
Johanna Stengel
Marquadsenstr. 23
91052 Erlangen
Tel: 09131-979397
Petra Ditzenbach, Tel: 09131-53308
"Lebenslust" - Selbsthilfegruppe für Krebskranke
Worum geht es uns?
- Das Leben trotzdem bewältigen
- sich besser kennenlernen
- Unterstützung und Verständnis finden
- neue Freundschaften schließen
- Informationen bekommen
Einmal im Monat, montags, ab 19:00 Uhr, in den Räumen der Beratungsstelle, Luitpoldstr. 42, Erlangen
Die genauen Termine erfahren Sie bei:
Gertrud Reich-Schowalter
Bohmlach 42
91058 Erlangen
Tel: 09131-601924





